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Ein Jahr ÖAW-Forschungsstelle für Gebirgsforschung

Erfolgreiche Kooperation mit der Universität Innsbruck



Eine erfolgreiche Kooperation zwischen der Universität Innsbruck und der Forschungsstelle für Gebirgsforschung der ÖAW feiert ihr einjähriges Bestehen. Seit 1. April 2006 arbeiten in der Forschungsstelle Gebirgsforschung: Mensch und Umwelt der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) Geographen, Kartographen, Biologen, Ökologen, Pedologen, Kulturwissenschafter, Verkehrswissenschafter und Urbanisten. Sie widmen sich an zwei Standorten (Innsbruck und Wien) so unterschiedlichen Forschungsfeldern wie dem Klimawandel, der Hochgebirgsökologie, der Urbanisierung und Wirtschaftsentwicklung, dem Verkehr, der Kulturlandschaftsentwicklung und den Naturgefahren.

Die Forscher und Forscherinnen arbeiten sowohl mit bewährten als auch mit neuen Theorien und Instrumenten, entwickeln aber auch innovative Methoden der Fernerkundung, der Atlaskartographie, des Klima- und Umweltmonitoring, der webbasierten Geoinformationssysteme und des E-Learning. Vor allem aber ist die Forschungsstelle international ausgerichtet und vernetzt. Regionale Schwerpunkte der Forschungen bilden die Alpen und die Anden, daneben noch die asiatischen und afrikanischen Hochgebirge.

Forschen für die Zukunft - Strategien für die Zukunft

Die zentralen Fragen nach der Bedeutung des globalen Wandels für Gebirgsräume, seine Auswirkungen auf Mensch und Umwelt und die Bewertung dieser Prozesse bilden auch in der Zukunft weiterhin die Forschungsschwerpunkte. Vor allem soll an der Entwicklung von Strategien, wie diesen Herausforderungen begegnet werden kann, gearbeitet werden.

Jüngste Forschungseinrichtung der ÖAW in Innsbruck

Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) ist die größte außeruniversitäre Trägerorganisation der Grundlagenforschung in Österreich. Die 1847 gegründete Akademie der Wissenschaften hat sich von der Gelehrtengesellschaft zur Trägerin moderner Forschungseinrichtungen entwickelt. Mehr als 1100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führen an zehn Standorten in ganz Österreich vielfältige Forschungsvorhaben durch.

Seit 1992 ist die ÖAW auch am Wissenschaftsstandort Innsbruck mit dem Institut für Biomedizinische Alternsforschung am Rennweg präsent. Im ICT-Technologiepark der Universität Innsbruck hat das 2003 gegründete Institut für Quantenoptik und Quanteninformation seinen Sitz. Als dritte Forschungseinrichtung kam 2006 die Forschungsstelle für Gebirgsforschung: Mensch und Umwelt (IGF) hinzu.

Standort im "Herz der Alpen"

Für den Entschluss, eine eigene Forschungsstelle für Gebirgsforschung zu gründen, war ausschlaggebend, dass in Österreich noch kein Institut - weder an Hochschulen noch im außeruniversitären Bereich - existierte, das sich der interdisziplinären Gebirgsforschung widmet. Die ÖAW hat sich zum Ziel gesetzt, besonders solche Forschungsfelder zu fördern, die an Universitäten nicht vertreten sind und damit Lücken im Forschungsspektrum zu schließen.

Die Universität Innsbruck blickt auf eine lange Tradition der geographischen Gebirgsforschung zurück. 2004 wurde die interdisziplinäre Forschungsplattform "Alpiner Raum: Mensch und Umwelt" eingerichtet, der acht Forschungsschwerpunkte zugeordnet sind.

Innsbruck ist zudem Sitz des Ständigen Sekretariats der Alpenkonvention, des Österreichischen Alpenvereins und des Kompetenzzentrums alpS für alpines Naturgefahrenmanagement.

Damit ist das Land Tirol zum Fokus gebirgsbezogener Aktivitäten im politischen, rechtlichen und wissenschaftlichen Bereich geworden. Mit der IGF will die ÖAW auch in der Wissenschaft von den Gebirgsräumen an die internationale Forschungsfront andocken. Daher kam als Standort hierfür nur Innsbruck im Herz der Alpen in Frage.

Vorbild für die Schweiz

In Innsbruck ist ein "Kompetenzdreieck" zur internationalen Gebirgsforschung entstanden, das aus Universität, ÖAW-Forschungseinrichtung und Kompetenzzentrum besteht und durch die Kooperation mit der Alpenkonvention und internationalen Netzwerken maßgeblich gestärkt wird. Diese Konstruktion ist einmalig in Europa. In einem internen Positionspapier der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich wird die Innsbrucker Entwicklung als beispielhaft für die Schweiz bezeichnet.


Kontakt:
Mag. Thomas Mösl
T +43 512 507-4946
Mobil +43 650 5074946
thomas.moesl@oeaw.ac.at
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