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Was ist europäisch?

Internationale Konferenz vom 9. bis 11. November 2006



Vom 9. bis 11. November 2006 veranstaltet die Kommission für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte der ÖAW eine internationale Konferenz zum Thema "Was ist europäisch?". Sie startet mit einer Lesung des bekannten Schweizer Schriftstellers Adolf Muschg.

Kann es eine gemeinsame Identität für alle Europäerinnen und Europäer geben? Dieser Frage geht die internationale Konferenz "Was ist europäisch? Die Vielfalt von Gedächtnissen oder die Eindeutigkeit von europäischen Werten" der Kommission für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) vom 9. bis 11. November 2006 in Wien nach. "Was Europa zusammenhält, und was es trennt, ist im Kern Eines: das gemeinsame Gedächtnis", ist der Schriftsteller und Wissenschafter Adolf Muschg überzeugt. Mit seiner Lesung zum Thema "Was ist europäisch?" eröffnet der emeritierte Professor für Deutsche Sprache und Literatur an der ETH Zürich und Büchner-Preisträger am Donnerstagabend um 17:00 Uhr die Konferenz im Theatersaal der ÖAW, Sonnenfelsgasse 19, 1. Stock, A-1010 Wien (Keine Anmeldung erforderlich, Eintritt frei).

Die internationale Konferenz hat zum Ziel, die aktuelle Diskussion um europäische Werte kritisch neu zu hinterfragen. Sprach- und Literaturwissenschafter(innen), Kulturwissenschafter(innen), Historiker sowie Wissenschafter(innen) aus so unterschiedlichen Bereichen wie Wirtschaft, Integrationsforschung, Philosophie und Theologie tragen dazu bei, "das Europäische" bei unterschiedlichsten Betrachtungsweisen herauszuarbeiten. Ein Aspekt dabei sind die kulturell-religiösen Differenzen innerhalb Europas, die Moshe Zuckermann aus Tel-Aviv, Amir Zaidan, Ulrich Körtner und Bert Fragner aus Wien in einer Podiumsdiskussion erörtern. Georg Kreis aus Basel stellt die Frage nach der "richtigen" Demokratie für Europa, und Andrei Corbea-Hoisie aus Wien/Jassy und Johannes Pollak aus Wien diskutieren, ob Europa eine Wertegemeinschaft sei bzw. sein könne.

Die Kulturen und Lebensformen in Europa waren und sind so vielfältig, dass daraus kein allgemeiner Wertekanon abgeleitet werden kann, wie er beispielsweise für einen EU-Verfassungsentwurf geplant ist. Um der kulturellen Vielfalt in Europa gerecht zu werden, gehen die Forscherinnen und Forscher heute von einem offenen Kulturkonzept aus; dem Gedächtnis und der Erinnerung werden dabei als Referenz- bzw. Identitätsbezüge Mehrdeutigkeit zugestanden. Bei der Konferenz, die im Rahmen des mehrjährigen Forschungsprogramms an der Kommission für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte "Gedächtnis-Erinnerung-Identität" stattfindet, soll analysiert werden, was das Konzept der Mehrdeutigkeit von Gedächtnis für die europäische Wertediskussion heute bedeutet. "Denn nur wenn man die unterschiedlichen Traditionen und Erinnerungsweisen anerkennt, kann es gelingen, die wesentlichen Merkmale einer europäischen Identität zu finden", sind Moritz Csáky und Johannes Feichtinger, die Organisatoren der Konferenz, überzeugt.


Weitere Informationen


Kontakt:
Mag. Dr. Johannes Feichtinger
Kommission für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Postgasse 7/III
A-1010 Wien
johannes.feichtinger@oeaw.ac.at


Büro für Öffentlichkeitsarbeit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien
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