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09.11.2006

Das erste Jahrzehnt im Strahl der Synchrotronlichtquelle ELETTRA

Jubiläumssymposium "SAXS on Nanosystems - Science and Technology"



Zahlreiche Schlüsselexperimente im Nano- und Biostrukturbereich förderten die Entwicklung der Österreichischen Strahlführung bei Triest zu einem weltweit attraktiven Zentrum für Wissenschaft und Technik. Ein Röntgenblick in die faszinierende Welt der Moleküle zeigt die beeindruckende Größe dieser winzig kleinen Welt.

Die Synchrotron "Lichtmaschine", die das Grazer Institut für Biophysik und Nanosystemforschung (IBN) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) bei ELETTRA in Triest seit 1996 betreibt, gehört einerseits zu den europaweit führenden Großforschungsanlagen in der Grundlagenforschung und ist außerdem zu einem äußerst wertvollen Werkzeug der industriellen Forschung geworden. Die bei ELETTRA unter der Leitung von Prof. Peter Laggner (seit 1983 Direktor des IBN) installierte Röntgenkleinwinkel-Messstation, zählt heute zu den weltweit führenden Labors für röntgenoptische Erforschung von Nanostrukturen (www.ibn.oeaw.ac.at/beamline/home.html). Dies zeigt sich in der beachtlichen Anzahl von insgesamt 465 veröffentlichten Arbeiten, die im Laufe der letzten zehn Jahre von 255 Forscherteams aus 26 Ländern im Zuge von 448 wissenschaftlichen Projekten durchgeführt wurden.

Die intensive und brillante Lichtquelle von ELETTRA erlaubt aber nicht nur "Fotos" verschiedenster Materialien mit molekularer Auflösung zu schießen, sondern auch dynamische Prozesse quasi filmisch festzuhalten d.h. Strukturänderungen von Materie unter einem millionstel Millimeter sichtbar zu machen! Die Liste zukunftsträchtiger Technologiefelder, die von der IBN-Kamera vor Ort profitieren ist lang: Medizinische Diagnostik, Herstellung von Nanopartikeln, Verbesserung von Lebensmittelstandards, Schaffung maßgeschneiderter Katalysematerialien und die Entwicklung neuer Sicherheitstechniken sind nur einige von vielen viel versprechenden Themenschwerpunkten. So werden beispielsweise auch die Wirkungsweisen von Oberflächensensoren oder die Effizienz neuer Antibiotika in Echtzeit erfasst.

Um die Highlights dieser herausragenden Leistungen einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren, veranstaltet das ÖAW-Institut für Biophysik und Nanosystemforschung gemeinsam mit ELETTRA am Internationalen Zentrum für Theoretische Physik der UNESCO in Triest ein Symposium vom 23. bis 24. November 2006 mit dem Titel: "SAXS on Nanosystems - Science and Technology".

Das Programm sieht neben der Präsentation der wissenschaftlichen Highlights einen forschungspolitischen Teil mit einer Diskussion über die internationale Entwicklung auf dem Gebiet der Strahlenquellen vor. Eine Besichtigung der Österreichischen Strahlführung ist geplant.


Weitere Informationen


Kontakt:
Dr. Gudrun Wakonigg
Institut für Biophysik und Nanosystemforschung
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Schmiedlstraße 6
A-8042 Graz
T +43 316 4120-345
F +43 316 4120-390
gudrun.wakonigg@oeaw.ac.at


Büro für Öffentlichkeitsarbeit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien
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F +43 1 51581-1227
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