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Forschen im eigenen Haus

ÖAW-Forschungsgebäude am Campus Vienna Biocenter fertiggestellt



Nach dreijähriger Planungszeit und zweieinhalbjähriger Bauzeit ist eines der modernsten Forschungszentren Europas fertig gestellt: das neue Institutsgebäude der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) am Campus Vienna Biocenter im 3. Wiener Gemeindebezirk. Die feierliche Eröffnung ist für Mai 2006 geplant.

Das neue ÖAW-Gebäude steht in unmittelbarer Nachbarschaft zum Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie (IMP) und zu den Max F. Perutz-Laboratorien der Universität Wien und der Medizinischen Universität Wien. Vor kurzem haben die beiden ÖAW-Institute, das IMBA - Institut für Molekulare Biotechnologie (Direktor: Prof. Dr. Josef Penninger) und das GMI - Gregor Mendel-Institut für Molekulare Pflanzenbiologie (Direktor: Prof. Dr. Dieter Schweizer), im neuen Gebäude ihren Betrieb aufgenommen.

Der Spatenstich für das ÖAW-Gebäude erfolgte im Juni 2003, die Errichtung auf einem Grundstück von insgesamt 2800 m2 wurde von der Firma HABAU Hoch- und Tiefbaugesellschaft m.b.H. durchgeführt. An der Ausführung waren rund 30 Firmen beteiligt. Die österreichischen Firmen Siemens Bacon GmbH, Aigner und die ARGE Axima Gebäudetechnik GmbH, H & F Babak, Gebäudetechnik GmbH & Co KG, Ortner GmbH rüsteten das Gebäude mit moderner Technologie im Bereich Haustechnik (ca. 50 % der Baukosten) aus. Die Projektabwicklung erfolgte durch die AGEI - Akademie-Gebäude-Errichtungs- und -Instandhaltungs-GmbH, eine Tochtergesellschaft der ÖAW. Als Generalplaner fungierte der Wiener Architekt Boris Podrecca; die tragkonstruktive Bearbeitung führte das Büro Vasko & Partner ZT-GmbH durch.

Auf rund 20.000 m2 beherbergt das Gebäude Labors, Büros, Speziallabors, u.a. mit einer pathogenfreien Zone, mit Phytotronen und Gewächshäusern sowie einem Hörsaal und entsprechenden Seminarräumen. Die Kommunikation mit der Öffentlichkeit wird im "Vienna Open Lab" - einer gemeinsamen Initiative von dialog<>gentechnik und IMBA - gefördert. Dieses bietet Schulklassen und interessierten Besucher/-innen die Möglichkeit, unter fachkundiger Anleitung selbst molekularbiologische Versuche durchzuführen.

Die Errichtung des Institutsgebäudes wurde durch die Stadt Wien sowie den Bund gefördert. Die Stadt Wien hat den Ankauf des Bauplatzes finanziert. Die Bauwerkskosten von rund 30 Millionen Euro wurden von der Stadt Wien und auf Bundesseite, auf Grund von Empfehlungen des Rates für Forschung und Technologieentwicklung, vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, von der Nationalstiftung und von der ÖAW getragen. Die Netto-Gesamtkosten für das Gebäude einschließlich Haustechnik, Labor- und Büroeinrichtungen und Geräte-Ausstattungen betrugen rund 64 Millionen Euro. Der technische Standard erfüllt modernste wissenschaftliche und sicherheitstechnische Kriterien. Der Campus Vienna Biocenter erfährt durch dieses Laborgebäude und die Tätigkeiten der beiden ÖAW-Institute in einem der Schlüsselbereiche des 21. Jahrhunderts einen entscheidenden Impuls.

IMBA
Das IMBA - Institut für Molekulare Biotechnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, kombiniert Grundlagen- und angewandte Forschung auf dem Gebiet der Biomedizin. Interdisziplinär zusammengesetzte Forschergruppen bearbeiten funktionsgenetische Fragen, besonders in Zusammenhang mit der Krankheitsentstehung. Ziel ist es, das erworbene Wissen in die Entwicklung innovativer Ansätze zur Prävention, Diagnose und Therapie von Krankheiten einzubringen. Zur Zeit forschen am IMBA über 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

GMI
Zweck des Gregor Mendel-Instituts für Molekulare Pflanzenbiologie ist die grundlagenorientierte Forschung auf den Gebieten der Zell- und Entwicklungsbiologie und Genetik bei Pflanzen, wobei die allgemeinen, grundlegenden biologischen Prozesse im Vordergrund stehen. Ein Schwerpunkt der bisher acht Gruppen des GMI gilt den molekularen Mechanismen epigenetischer Phänomene. Dieses hochaktuelle Forschungsgebiet wird - ausgehend von Experimenten und Erkenntnissen bei Pflanzen - vermehrt auch bei Tieren studiert und hat in der Humanmedizin bei der Entwicklung neuer Therapien enormes Potential bewiesen. Einschließlich der in Ausbildung befindlichen Studierenden und Post-Docs arbeiten am GMI im ersten Jahr im eigenen Haus gegen 50 Mitarbeiter in der Forschung.


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