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12.01.2006

Spitzenforscher bei Autoimmun-Symposium in Wien

Am 13. und 14. Jänner 2006  an der ÖAW



In jüngster Zeit hat die medizinische Forschung große Fortschritte bei der Entschlüsselung der hinter Autoimmunkrankheiten stehenden Krankheitsmechanismen gemacht. Neue und effektivere Therapieansätze konnten entwickelt werden.

Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) hat nun gemeinsam mit der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina die internationale Forschungselite auf dem Gebiet Autoimmunität zum "Symposium on Autoimmunity" nach Wien geholt. Das Symposium findet am 13. und 14. Jänner 2006 statt.

"Wir wollen verstehen, wie die für Autoimmunerkrankungen verantwortliche fehlgeleitete Abwehrreaktion des Immunsystems entsteht", sagt Georg Stingl von der ÖAW, Organisator des Symposiums. Das "Symposium on Autoimmunity" setzt sich mit den grundsätzlichen Mechanismen der Autoimmunität auseinander. Neue systemische Ansätze, von denen die Forscher ein besseres Verständnis dieser Entstehungsmechanismen erwarten, und neue Entstehungsmodelle einzelner organspezifischer Autoimmunkrankheiten werden vorgestellt. Der Einfluss der angeborenen Immunität wird ebenso diskutiert wie die Rolle von Virusinfektionen.

Zu den Vortragenden gehören der Lasker-Preisträger Sir Ravinder N. Maini (Imperial College London), William E. Paul vom National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID), National Institutes of Health (NIH), USA, sowie der Medizin-Nobelpreisträger Rolf Zinkernagel. Die Österreichische Akademie der Wissenschaften ist durch Josef Penninger (IMBA - Institut für Molekulare Biotechnologie) vertreten.

Mit dem "Symposium on Autoimmunity" setzt die Österreichische Akademie der Wissenschaften ihr seit mehreren Jahren bestehendes Engagement zur Förderung der Forschung auf dem Gebiet der Life Sciences in Österreich fort.

Autoimmunerkrankungen

Das Immunsystem hat die Aufgabe den Körper vor Krankheitserregern zu schützen. Bei Autoimmunerkrankungen ist die Abwehr fehlgeleitet und richtet sich gegen den eigenen Körper beziehungsweise gegen einzelne Organe. Die Ursachen sind noch weitgehend unbekannt.

Die Abwehr kann sich gegen nahezu jedes Organ oder Organsystem richten: gegen Drüsen, das Nervensystem, die Gelenke oder die Haut. Die Folgen sind unterschiedlichste, meist chronisch verlaufende, Krankheiten wie Diabetes Mellitus Typ 1, Multiple Sklerose, rheumatoide Arthritis oder Psoriasis (Schuppenflechte). Das "Symposium on Autoimmunity" findet im Festsaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien statt.


Weitere Informationen

Kontakt:
Mag. Marie-Therese Porzer
Österreichische Akademie der Wissenschaften
T +43-1-51581-1234
Marie-Therese.Porzer@oeaw.ac.at


Büro für Öffentlichkeitsarbeit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien
T +43 1 51581-1218, 1219, 1235
F +43 1 51581-1227
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