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30.08.2006

Internationale Migrationsforscher(innen) tagen in Wien

Ergebnisse der Forschung besser für Politik nutzen



Wien, die größte Einwanderungsstadt Österreichs, beherbergt in den nächsten Tagen auch die Creme der europäischen Migrationsexpert(inn)en: Das von der Europäischen Union geförderte Forschungsnetzwerk IMISCOE (International Migration, Integration and Social Cohesion) hält seine Jahrestagung im Juridicum der Universität Wien ab. Rund 200 Wissenschafter(innen) aus 14 Ländern werden sich vom 4. bis 7. September 2006 mit der Zukunft von Migration, Integration und Gesellschaft auseinandersetzen.

"Dieses von der EU geförderte Netzwerk umfasst alle wichtigen Migrationsforschungsinstitute in Europa", erklärt Heinz Fassmann, Obmann der Kommission für Migrations- und Integrationsforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und Vizedekan der Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie der Universität Wien, der die Tagung nach Wien geholt hat. "Wir sind besonders stolz darauf, dass die Österreichische Akademie der Wissenschaften in diesem Netzwerk zwei der neun Forschungscluster leitet, dies ist ein Zeichen für die große internationale Anerkennung unserer Arbeit."

Im Netzwerk gibt es insgesamt neun Cluster, die sich mit aktuellen und zentralen Fragen der Europäischen Migration befassen. Zu den Themen gehören die Frage nach der Organisation der legalen und illegalen Migration, den Kontrollmaßnahmen der Regierungen oder nach dem Einfluss der Einbürgerungspolitik auf die Integration der Migrant(inn)en. Bei regelmäßigen Treffen besprechen die Forscher(innen) Arbeitsergebnisse und entwickeln neue, länderübergreifende Forschungsprojekte.

"Dieses Netzwerk hat jedoch nicht nur innerwissenschaftliche Bedeutung. Durch die intensive internationale Zusammenarbeit sind wir in der Lage, neue Trends und Entwicklungen zu erkennen und die Europäische Union auf wichtige neue Themen und Fragestellungen aufmerksam zu machen", meint Rainer Bauböck, Obmann-Stellvertreter der ÖAW- Kommission für Migrations- und Integrationsforschung. Er leitet den Cluster zum Thema Staatsbürgerschaft. "Produkte unserer Arbeit sind etwa Forschungsaufträge zur Verbesserung der Europäischen Migrationsstatistik oder eine große Vergleichsstudie zur Einbürgerungspolitik der 15 'alten' EU-Staaten, die wir bei dieser Konferenz auch mit leitenden Beamten diskutieren werden. Wir wollen damit auch erreichen, dass die Ergebnisse der Forschung besser in die Politik einfließen."

Veröffentlicht werden die Forschungsberichte bei Amsterdam University Press - die Universität Amsterdam ist auch die Koordinationsstelle des Netzwerks. Auf der Homepage www.imiscoe.org können Zwischenberichte und Arbeitspapiere heruntergeladen werden.

Einer der Schwerpunkte der Tagung ist die besondere Problematik in Europa: Am Dienstag, 5. September 2006, Vormittag erörtern in einer öffentlich zugänglichen Plenarveranstaltung Hania Zlotnik, die Direktorin der Population Division der UNO, Jeffrey Reitz, Professor für Soziologie an der Universität Toronto, Sarah Spencer, Professorin an der Universität Oxford, Rinus Penninx, Koordinator von IMISCOE und Sandra Pratt von der Europäischen Kommission die Frage, warum sich Europa im Vergleich zur USA mit den Themen Immigration und Integration besonders schwer tut, und was es vielleicht von Amerika lernen kann.


Weitere Informationen finden sie unter www.imiscoe.org sowie www.oeaw.ac.at/kmi.


Kontakt:
Dr. Wiebke Sievers
Kommission für Migrations- und Integrationsforschung
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Prinz Eugen-Str. 8, 1. Stock
A-1040 Wien
T +43 1 51581-7796
F +43 1 51581-7566
wiebke.sievers@oeaw.ac.at


Büro für Öffentlichkeitsarbeit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
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