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Forschung für Entwicklung

Die globalen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen können nur mit Hilfe der Wissenschaft erreicht werden: Workshop an der ÖAW



Am 29. November 2005 veranstaltet die ÖAW-Kommission für Entwicklungsfragen (KEF) einen entwicklungspolitischen Workshop zum Thema "A critical look at the role of research in achieving the Millennium Development Goals". Die KEF zieht bei dieser Tagung eine Zwischenbilanz, wie effektiv die Forschung in Österreich hilft, die Millenniumsziele zur Verringerung von Armut und Hunger zu erreichen. Die Veranstaltung findet im Theatersaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) statt und wird vom Wissenschaftsministerium und der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit unterstützt.

Anstehende Probleme, wie die ungleiche Verfügbarkeit wissenschaftlicher Daten in Entwicklungsländern und industrialisierten Ländern, Mangel an Infrastruktur und Ressourcen sowie die auseinander klaffenden technologischen Entwicklungen machen eine Partnerschaft innerhalb der Scientific Community unumgänglich. Der Bevölkerungswissenschaftler Wolfgang Lutz von der ÖAW, Olivia Castillo, Präsidentin des APRSCP (Asia Pacific Roundtable for Sustainable Consumption & Production) sowie Hannah Akuffo von der Schwedischen Agentur für Internationale Entwicklungszusammenarbeit werden bei der Tagung einen Überblick über den aktuellen Stand und über die Schwierigkeiten und Chancen der wissenschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit geben. Im Anschluss daran sollen erfolgreiche Projekte aus der Praxis Anregungen für neue Forschungskooperationen liefern.

Die Kommission für Entwicklungsfragen bringt bei dieser Veranstaltung die Beteiligten aus Forschung, Politik und Gesellschaft zusammen, um das Engagement für die UN-Millennium Development Goals (MDGs) zu reflektieren und zu intensivieren. "Es kann nicht sein, dass Forschung für Entwicklung für weniger wichtig erachtet wird, nur weil damit nicht das große Geld zu machen ist. Kooperationen mit Wissenschaftlern, die mit schlecht ausgestatteten Labors und mangelnden Ressourcen zurecht kommen müssen, schmälern nicht die Reputation privilegierter Forscher, sondern müssen als ein essentieller Beitrag zur Lösung globaler Probleme anerkannt werden", meint Birgit Habermann, Koordinatorin der KEF und Organisatorin des Workshops.

Die globalen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen

Die acht "Millennium Development Goals" (MDGs), die vor fünf Jahren von den Regierungen von 189 UN-Mitgliederstaaten festgeschrieben wurden, stellen einen politischen Rahmen für die Aufgaben der Unterzeichnerstaaten dar. Die Regierungen verpflichten sich darin bis zum Jahr 2015 extreme Not und soziale Ungerechtigkeiten wirksam zu bekämpfen. In den MDGs spezifizieren sie die akuten Problemfelder wie Hunger, Armut, Krankheiten wie AIDS und Malaria, das Fehlen von Bildung und Chancengleichheit der Geschlechter, Umweltzerstörung, sowie die unzureichende Entwicklungspartnerschaft zwischen reichen und armen Ländern.

Die Kommission für Entwicklungsfragen

Leitgedanke der Kommission für Entwicklungsfragen (KEF) bei der ÖAW ist die Verankerung des entwicklungspolitischen Ansatzes in Wissenschaft und Forschung. Sie unterstützt angewandte kooperative Forschungsvorhaben mit Partnern in Entwicklungsländern und vermittelt in Fragen der Entwicklungszusammenarbeit zwischen Organisationen aus den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik.


Weitere Informationen


Kontakt:
Mag. Birgit Habermann, MSc
Kommission für Entwicklungsfragen (KEF)
bei der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW)
Postgasse 7-9
1010 Wien
T +43 1 51581-3202
F +43 1 51581-3203
Mobil +43 664 6127210
Birgit.Habermann@oeaw.ac.at
www.oeaw.ac.at/kef



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