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Die Kleinen und die Großen

Konferenz über die Probleme kleiner Völker und Volksgruppen



Im Rahmen des Integrationsprozesses innerhalb der EU gewinnt der Problemkreis der "Kleinen Länder" ("Small European Countries" - SEC) zunehmend an Bedeutung, insbesondere seit dem Beitritt zweier "SECs" im Jahr 2004, Malta und Zypern.

Aber nicht nur in Europa stehen "Groß" und "Klein" einander gegenüber. Auch in anderen Regionen dieser Welt tragen ihre Konfrontationen zum Entstehen verschiedenster Probleme bei. Beispiele sind die Spannungen zwischen Taiwan und China oder das Verhältnis zwischen Libanon und Syrien.

Die Konferenz "Die Kleinen und die Großen" setzt sich mit den Problemen kleiner Völker und Volksgruppen anhand von Beispielen auseinander. Sie wird vom Institut für Iranistik der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und von der Österreichischen Orient-Gesellschaft "Hammer-Purgstall" veranstaltet.

Adolfo Morganti, Begründer und Direktor des "Institute of Historic and Political Studies of San Marino", zeigt in seinem Vortrag welch ungeahntes öffentliches Echo der EU-Beitritt von Malta und Zypern in San Marino ausgelöst hat, nachdem Europas "älteste Republik" der EU lange Zeit hindurch eher gelassen gegenüber stand. Sein Institut will durch Schaffung eines Netzwerks in Forschung und Lehre den Bürgern San Marinos Vorzüge der EU nahe bringen und zum ersten Mal internationale Beziehungen sowie diplomatisch-politische und historische Studien integriert in San Marino etablieren.

Bert G. Fragner, Leiter des ÖAW-Instituts für Iranistik, diskutiert den Fall des "kleinen" Tadschikistan: "Tadschikistan muss seine ihm aufgedrängte Unabhängigkeit regional und überregional stärken und gleichzeitig relativieren, um mittelfristig zu überleben", so Fragner. Weiteres Thema seines Vortrags ist Aserbaidschan, eine Landschaftsbezeichnung, die einerseits innerhalb der Islamischen Republik Iran eine uralte Kulturlandschaft benennt, andererseits aber auch der Name einer benachbarten, vormaligen Sowjetrepublik ist, die erst um 1918 zu dieser Bezeichnung gekommen ist.

Velizar Sadovski, Mitherausgeber der ÖAW-Reihe "Veröffentlichungen zur Iranistik" thematisiert am Beispiel Bulgariens die Bedeutung von Nationalsprachen für die Entwicklung nationaler Identitäten in Südosteuropa.

Die Konferenz findet am 17. November 2005 im Theatersaal der ÖAW, Sonnenfelsgasse 19, 1010 Wien statt. Beginn: 19 Uhr.


Weitere Informationen


Kontakt:
Prof. Dr. Bert G. Fragner
Institut für Iranistik der ÖAW
Prinz Eugen-Straße 8-10
A-1040 Wien
T +43 1 51581-7800
Bert.Fragner@oeaw.ac.at


Büro für Öffentlichkeitsarbeit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien
T +43 1 51581-1218, 1219, 1235
F +43 1 51581-1227
public.relations@oeaw.ac.at