Symposium on Geometry Processing 2005 in Wien
Vom 4. bis 6. Juli veranstaltet die Technische Universität Wien
gemeinsam mit der ÖAW in Wien das hochkarätig besetzte
"Symposium on Geometry Processing SGP2005"
Rund 100 führende Spezialisten aus der ganzen Welt werden drei Tage lang über aktuelle Forschungen in dem aufstrebenden Forschungsgebiet "Geometry Processing" diskutieren. Die Fragestellungen kommen meist aus Anwendungen wie Multimedia und Unterhaltungselektronik, Biomedizinische Programme, 3D-Vermessung, Simulationen für industrielle Anwendungen, CAD und industrielle Fertigung. "Geometry Processing" ist ein sehr komplexes und herausforderndes Forschungsgebiet, weil komplizierte 3D-Geometrien nur mit großen Datenmengen exakt genug beschreibbar sind. Noch dazu erfordert der Zusammenhang solcher Modelle den Einsatz ausgefeilter mathematischer Konzepte. Beim "Symposium on Geometry Processing SGP2005", das vom 4. bis 6. Juli 2005 in der ÖAW stattfindet, werden die BesucherInnen erfahren, wie diese "Probleme" gelöst werden können.
Um das "Problembewusstsein" für "Geometry Processing" zu schaffen, erlauben wir uns einen Ausflug in die Welt der Landkarten: die Karte eines kleinen Landes zu verstehen ist einfach. Aus einer Weltkarte einen guten Überblick über die Entfernungen auf der Erde zu erhalten, ist schon wesentlich schwieriger, und diese ist immer noch viel einfacher zu erstellen und zu verstehen als eine Karte eines komplizierten Objektes mit vielen Löchern und Henkeln. Solche Karten braucht man z.B. bei der Anbringung von Texturen, wobei die Karten noch möglichst geringe Verzerrungen der realen 3D-Oberfläche aufweisen sollen.
Weitere typische Fragestellungen des Geometry Processing sind etwa die Rekonstruktion von 3D-Modellen aus Vermessungsdaten, die Darstellung der Oberfläche im Computer in einem gegebenen Detaillierungsgrad, die Übertragung solcher Daten, 3D-Modellvergleiche, Animation von 3D-Modellen, und noch viele, viele mehr.
Star der diesjährigen Veranstaltung (Vorgängerveranstaltungen waren in Aachen und Nizza) ist der Auslandsösterreicher Herbert Edelsbrunner, Professor an der Duke University in den USA. Professor Edelsbrunner ist ein Pionier der algorithmischen Geometrie und gehört weltweit zu den meistzitierten Wissenschaftern im Bereich Mathematik und Informatik. Er befasst sich auch mit Anwendungen in der Molekularbiologie und ist Gründer einer Firma, deren Softwareprodukte vor allem den industriellen Teil des Geometry Processing abdecken. Professor Edelsbrunner wird einen Vortrag über eine neue Methode zum automatischen Aufteilen komplizierter Oberflächen in einfache viereckige Bereiche halten, ein Problem, welches aus den Anforderungen in der Industrie kommt und dessen Lösung Methoden der Höheren Mathematik erfordert.
Weitere Informationen zum Symposium
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Technische Universität Wien
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