World Conference on Disaster Reduction
ISDR-Nationalkomitee der ÖAW koordiniert österreichische Katastrophenforschung und kooperiert mit internationalen Netzwerken
Die vom 18. bis 22. Jänner 2005 in Kobe (Japan) stattfindende "World Conference on Disaster Reduction" hat angesichts der verheerenden Flutkatastrophe eine besondere Bedeutung. An der Konferenz nehmen über 4000 Experten aus mehr als 150 Ländern teil. Österreich ist mit einer Delegation unter der Leitung des Botschafters Franz Hörlberger (Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten) an dieser Veranstaltung beteiligt. Ziel dieser Konferenz ist es, neueste Erkenntnisse zur Erforschung von Katastrophen und ihren Folgen und Risken zu gewinnen, Strategien zur Vermeidung und Bewältigung zu entwickeln sowie die internationale Zusammenarbeit in Krisenfällen zu intensivieren.
Der wissenschaftliche Beitrag zu dieser Konferenz wurde im Vorfeld vom an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) eingerichteten österreichischen Nationalkomitee für ISDR, International Strategy of Disaster Reduction (einem Programm der Vereinten Nationen), erstellt. Prof. Ewald Brückl (TU Wien) ist als offizieller Vertreter des ISDR-Nationalkomitees Mitglied der österreichischen Delegation.
Das ISDR-Nationalkomitee der ÖAW setzt sich aus führenden österreichischen Experten aus der Katastrophenforschung bzw. dem Katastrophenmanagement, unter anderem Vertretern der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, der TU Wien, der Montanuniversität Leoben, der Geologischen Bundesanstalt und des Bundesministeriums für Landesverteidigung zusammen. Dieses Komitee koordiniert die heimische Katastrophenforschung, kooperiert mit internationalen Netzwerken und vergibt Gelder für einschlägige Forschungsprojekte wie etwa Studien zur Entstehung der Eintrittswahrscheinlichkeit von Erdbeben, Lawinen, Erdrutschen und Hochwässern sowie zur Gefahrenbewertung und Risikoabschätzung dieser Naturgefahren.
Die im Zusammenhang mit der Tsunami-Katastrophe in Südostasien vielfach geäußerte Kritik am Krisenmanagement der österreichischen Bundesregierung sowie der Zersplitterung der Zuständigkeitsbereiche unterstreicht die Dringlichkeit einer verbesserten Kommunikation zwischen den zuständigen Stellen sowie dem Aufbau einer zentralen Koordinationsstelle. Die Entwicklung von verbesserten Krisenplänen sowie einer rasch verfügbaren, international vernetzten Einsatzgruppe für Katastropheneinsätze im In- und Ausland sind ebenfalls von größter Wichtigkeit. In all diesen Fragen kann das Österreichische Nationalkomitee für ISDR eine wesentliche Beratungsfunktion einnehmen.
Kontakt:
Dr. Günter Köck
Sekretär des österreichischen
ISDR-Nationalkomitees der ÖAW
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