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21.04.2005

Staatsvertrag - Warum am 15. Mai 1955? Wer trug dazu bei? Was blieb davon übrig?

Auf der internationalen Konferenz "Der österreichische Staatsvertrag zwischen internationaler Strategie und nationaler Identität" der  ÖAW werden vom 8. bis 11. Mai 2005 neueste Forschungsergebnisse  zur Entstehung des Staatsvertrages präsentiert.



Erst jetzt erschlossene Archivbestände in Moskau, Belgrad, Helsinki, Stockholm oder Rom werfen ein neues Licht auf die Entstehung des Staatsvertrages. "Nach dem Zerfall der Sowjetunion und dem Ablauf von Geheimhaltungsfristen sind heute bislang unbekannte Akten zum historischen Umfeld des Staatsvertrages zugänglich", sagt Arnold Suppan, Obmann der Historischen Kommission der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW).

Im Rahmen der von der ÖAW vom 8. bis 11. Mai 2005 veranstalteten Konferenz "Der österreichische Staatsvertrag zwischen internationaler Strategie und nationaler Identität" werden die neuesten Forschungsergebnisse präsentiert. Dem engen Zusammenhang zwischen dem Staatsvertrag und dem am Vortag unterzeichneten Warschauer Pakt wird durch die Präsentation einer neuen Aktenedition des Historikers Vojtech Mastny über die Geschichte der östlichen Militärallianz Rechnung getragen. Die Zeitzeugen Ludwig Steiner, ehemals Sekretär von Bundeskanzler Julius Raab, und Rostislav Sergeev, Diplomat und Dolmetscher bei den Moskauer Verhandlungen, werden ihre Sicht des Weges zum Staatsvertrag im Rahmen einer Podiumsdiskussion (9. Mai, 20 Uhr) darstellen.

Der international führende Fachmann zur Geschichte des Staatsvertrages, Gerald Stourzh, hat das Programm konzipiert. Nicht nur die Entstehung des Staatsvertrages wird behandelt. Hinzukommen, so der Historiker und Tagungskoordinator Wolfgang Mueller, Fragen der Durchführung der Bestimmungen des Staatsvertrages, seiner Bedeutung für die österreichische Identität und seiner Relevanz nach dem Beitritt Österreichs zur EU.

Die Konferenzvorträge werden 50 Historiker, Juristen und Diplomaten u.a. aus Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Polen, Russland, Schweden, der Schweiz, Ungarn, den USA und Österreich halten. Die Ergebnisse werden von der ÖAW publiziert. Die am 8. Mai um 18 Uhr beginnende Konferenz ist frei zugänglich.

Programm


Kontakt:
Dr. Wolfgang Mueller
Prinz Eugen Str. 8-10
A-1040 Wien
T +43 1 51581-7311
F +43 1 51581-7330
wolfgang.mueller@oeaw.ac.at
Historische Kommission der ÖAW


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