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Sicherheitsforschung - Begriffsfassung und Vorgangsweise für Österreich

Die Österreichische Akademie der Wissenschaften und ARC  system research haben eine an österreichische Verhältnisse angepasste Begriffsfassung von Sicherheitsforschung und Vorschläge für eine  zukünftige  österreichische Sicherheitsforschungsagenda erarbeitet



Sicherheitsforschung gewinnt weltweit an Bedeutung. Auch die Europäische Union setzt im 7. Rahmenprogramm ab 2007 einen Schwerpunkt zum Thema. Die Vorbereitungen laufen. Österreich beteiligt sich aktiv an den europäischen Forschungsanstrengungen.

Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) hat gemeinsam mit der ARC systems research GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) im Rahmen des Projektes "Sicherheitsforschung - Begriffsfassung und Vorgangsweise für Österreich" ein grundlegendes Konzept für ein österreichisches Sicherheitsforschungsprogramm erarbeitet.

Förderung der nationalen Sicherheitsforschung

Die jährlichen finanziellen Aufwendungen sollten in der Umsetzungsphase im Innovations- und Technologiebereich zumindest 20 Millionen Euro an Projektfördervolumina umfassen, lautet der Vorschlag der Forscher um ÖAW-Präsident Herbert Mang für eine nationale Sicherheitsforschungs-Förderinitiative.

Darüber hinaus sind den Wissenschaftlern zufolge finanzielle Aufwendungen für eine österreichische wissenschaftliche Koordinations- und Sicherheitsforschungseinrichtung vorzusehen. Eine derartige Einrichtung soll langfristige Lagebilder erstellen und pflegen, vertrauliche Sachinformationen handhaben, Kampagnen zur Erhöhung des Sicherheitsbewusstseins durchführen und sich kontinuierlich mit der strategischen Weiterentwicklung der nationalen Sicherheitsforschung befassen. Sie soll ebenfalls ein System österreichweiter Evidenz von Sicherheitsforschungskapazitäten und relevanten Wirtschaftseinheiten unterhalten.

Als Trägerorganisationen einer österreichischen wissenschaftlichen Koordinations- und Sicherheitsforschungseinrichtung kommen öffentlich-rechtliche Institutionen ohne Gewinnstreben in Frage, die nationale Unabhängigkeit, internationale Anerkennung sowie einen hohen wissenschaftlichen Forschungsanspruch aufweisen.

Vorrangige Themen: Schutz vor Gefahren und Krisenmanagement

Das im Rahmen des Projekts erarbeitete Konzept soll der Tatsache Rechnung tragen, dass sowohl die Ursachen zahlreicher Sicherheitsprobleme - beispielsweise die fortschreitende Eskalation des Terrorismus - wie auch die Ursachen der zunehmenden Verunsicherung der Bevölkerung bisher wenig erforscht sind.

In einem Bottom-up-Prozess führten die Wissenschaftler Erhebungen in allen Bundesländern sowie sämtlichen öffentlichen Verantwortungsebenen durch. Diese wurden um ein umfassendes Screening der österreichischen Forschungslandschaft ergänzt. 70 Sicherheitsforschungsthemen aus den Bereichen Grundlagen der Sicherheitsforschung, Risikoanalyse, Schutz vor Gefahren sowie Katastrophen- und Krisenbewältigung kristallisierten sich als besonders relevant heraus.

Organisierte Forschung ist notwendig

"Die steigende Bedeutung des Themas Sicherheit in der Europäischen Union, die Sicherheitsverantwortung der österreichischen Behörden gegenüber ihrer Bevölkerung sowie die österreichische Mitverantwortung für die Entwicklung in Europa erfordern organisierte, kontinuierliche Forschung im Bereich Sicherheit", schließt ÖAW-Präsident Mang aus den Ergebnissen des Projekts. Dadurch würde auch eine entsprechende österreichische Beteiligung am 7. EU-Forschungsrahmenprogramm vorbereitet werden, das voraussichtlich während des österreichischen EU-Ratsvorsitzes entschieden werden wird.
Antworten und Lösungen sicherheitsrelevanter Fragestellungen als Ergebnisse der Durchführung österreichischer Sicherheitsforschungsprogramme werden einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit der Bevölkerung liefern, ist Mang überzeugt.


Der Projektbericht ist im Verlag der ÖAW erschienen. Informationen dazu finden Sie auf der Webseite des Verlages:

Informationen zum Projektbericht


Kontakt:
Präsidialdirektor
Dipl.-Ing. Dr. techn. Alfred Vogel, MBA (IMD)
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2
A-1010 Wien
T +43 1 51581-1201
F +43 1 51581-1209
alfred.vogel@oeaw.ac.at

Kontakt:
Dipl.-Ing. Dr. techn. Ronald Bieber
Dipl.-Ing. Claus Seibt
ARC systems research GmbH
A-2444 Seibersdorf
T +43 50 550 3824 bzw. 3896
F +43 50 550 3880
ronald.bieber@arcs.ac.at
claus.seibt@arcs.ac.at
www.systemsresearch.ac.at


Büro für Öffentlichkeitsarbeit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien
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F +43 1 51581-1227
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