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UNESCO-Programm "Man and Biosphere": Österreich in einflussreiche Position gewählt

    Das österreichische MAB-Nationalkomitee an der ÖAW vertritt  die MAB-Region "Europa und Nordamerika"



Das UNESCO-Programm "Man and Biosphere" (MAB) wurde vor mehr als dreißig Jahren gegründet, um wissenschaftlich fundierte Modelle für eine sorgsame Bewirtschaftung der Biosphäre zu erproben. Österreich ist eines der 130 an diesem Programm beteiligten Länder. Bei der letzten Sitzung des Internationalen Koordinierungsrates (ICC) Ende Oktober in Paris wurde Österreich als Vertreter der MAB-Region "Europa und Nordamerika" in das Bureau des UNESCO-Programms gewählt. Das Bureau ist ein sechsköpfiges Entscheidungsgremium, dem - außer einem Vertreter des österreichischen MAB-Nationalkomitees, angesiedelt an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften - Mitglieder aus Mexiko, Ghana, Tunesien, Russland und Korea angehören (http://www.unesco.org/mab/bureau.htm).

Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) wurde von der Bundesregierung beauftragt, das UNESCO-Programm "Man and Biosphere" sowie auch das jüngere Programm "Global Change" zu verwalten. Die ÖAW stellt für jedes Programm ein Nationalkomitee zusammen, das für die Umsetzung der internationalen Ziele in nationale Arbeitsprogramme verantwortlich ist. Vor kurzem wurden in Österreich 13 neue MAB-Projekte genehmigt, die der Erforschung der heimischen Biosphären-Parks dienen. Die Forschungsprojekte decken dabei sowohl naturwissenschaftliche als auch kulturwissenschaftliche Fragestellungen ab, sollen doch die genaue Kenntnis natürlicher Gegebenheiten einer Landschaft zu einer nachhaltigen Nutzung führen. So werden basierend auf sozial- und wissenschaftswirtschaftlichen Forschungsergebnissen Entwicklungsoptionen und Managementkonzepte für die einzelnen Regionen erarbeitet. Bei all diesen Projekten, die üblicherweise zwei oder drei Jahre dauern, ist neben der wissenschaftlichen Exzellenz die explizite Einbindung der Probleme der Landnutzer gefordert (http://www.oeaw.ac.at/shared/news/2004/pdf/mab_call.pdf). In der Abschlussphase befinden sich ältere MAB-Projekte mit Schwerpunkt Grünlandforschung im alpinen Raum (http://www.oeaw.ac.at/deutsch/forschung/programme/mab.html).

Der Wiener Wald: Österreichs sechster Biosphären-Park in Planung

Das MAB-Nationalkomitee entscheidet nicht nur über Forschungsprogramme, sondern schlägt der UNESCO auch neue Biosphären-Parks im eigenen Land vor. Solche Landschaften haben Modellcharakter für nachhaltige Entwicklung. Dabei gilt es, ökologische und wirtschaftliche Ziele zu vereinbaren und rechtlich abzusichern. Weltweit gibt es 459 Biosphären-Parks in 97 Ländern. In Österreich sind es derzeit 5 (Gossenköllesee, Tirol; Gurgler Kamm, Tirol; Lobau, Wien; Neusiedler See, Burgenland; Großes Walsertal, Vorarlberg) ein sechster, nämlich der Wiener Wald steht knapp vor der Einreichung.

Georg Grabherr, Vegetationsökologe der Universität Wien und Mitglieder der ÖAW, ist Vorsitzender des österreichischen Nationalkomitees an der ÖAW. In seiner Funktion als Vize-Chairman im Bureau des UNESCO-Programms ist er an der Weiterentwicklung und Koordinierung von MAB auf internationaler Ebene beteiligt, sowie in die Nominierung neuer Biosphären-Parks eingebunden.

http://www.biosphaerenparks.at/biosphaerenparks/
http://www.unesco.at/user/programme/wiss/biosphaeren.htm

Rückfragen:
Dr. Günter Köck
Nationale und internationale Forschungsprogramme
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2
1010 Wien
T: +43 1 51581 1271
F: +43 1 51581 1275
guenter.koeck@oeaw.ac.at
http://www.oeaw.ac.at

Büro für Öffentlichkeitsarbeit
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, A-1010 Wien
T +43 1 51581-1218, 1219, 1235
F +43 1 51581-1227
public.relations@oeaw.ac.at