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"Ignaz L. Lieben-Preis" wird 2004 nach fast 70 Jahren wieder ausgeschrieben

Dank der Unterstützung privater Förderer kann die   Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) heuer ihren ältesten   Forscherpreis wieder aktivieren



Der älteste Preis der ÖAW, 1863 gestiftet und nach dem verstorbenen Gründer des Bankhauses Lieben benannt, musste 1937 wegen Verfolgung der Stifterfamilie eingestellt werden. Renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, wie die Physikerinnen Marietta Blau und Lise Meitner sowie die beiden Nobelpreisträger Viktor Hess und Otto Loewi waren Träger des Ignaz L. Lieben-Preises.

Die großzügige finanzielle Unterstützung von Isabel und Dr. Alfred Bader, selbst ein von den Nationalsozialisten aus österreich Vertriebener, ermöglicht es, den Ignaz L. Lieben -Preis zu reaktivieren und heuer zum ersten Mal neu auszuschreiben. Die Einreichfrist endet am 15. April 2004.

Der Preis in der Höhe von $ 18.000,-- soll auf Wunsch der Stifter an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und österreich für herausragende Arbeiten auf den Gebieten der Molekularbiologie, Chemie und Physik verliehen werden.

Die Vergabejury setzt sich aus Mitgliedern der ÖAW aus dem In- und Ausland und aus Vertretern der Universität Wien und der Technischen Universität Wien zusammen.

Die Preisverleihung wird in Anwesenheit der Stifter im November 2004 in der ÖAW stattfinden. Gleichzeitig werden ein Symposion an der Universität Wien über die Geschichte des Ignaz L. Lieben-Preises und eine Ausstellung im Jüdischen Museum der Stadt Wien veranstaltet.

Informationen zur Preisausschreibung:
Abteilung für Stipendien und Preise der ÖAW
Dr. Lottelis Moser
Tel.: 0151581-1207
Fax: 0151581-126

Informationen und Bewerbungsunterlagen:
http://www.oeaw.ac.at/stipref/frame_lieben.html