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ÖAW-Kommission als Plattform für Migrationsforschung in Österreich

Neue Kommission für Migrations- und Integrationsforschung an der ÖAW



Als Koordinationsstelle für Migrationsforschung innerhalb der ÖAW und als Plattform für Kooperationen mit anderen Forschungseinrichtungen in Österreich versteht sich die vor kurzem eingerichtete ÖAW-Kommission für Migrations- und Integrationsforschung. Die neue Kommission ist die Nachfolgerin der "Arbeitsgruppe Europäische Migrations- und Integrationsforschung" (EMIS), die 2003 damit begann, die zersplitterte Migrationsforschungslandschaft in Österreich zu vernetzen. "Wie EMIS ist auch die Kommission keine weitere Forschungsinstitution, sondern will vor allem Forschung bündeln und vernetzen", erklärt der Kommissions-Obmann Heinz Fassmann. Darüber hinaus wird die Kommission die Teilnahme Österreichs im EU-Exzellenznetzwerk IMISCOE koordinieren.

Forschungsschwerpunkt Migrationsforschung geplant
Wesentliche Aufgaben der Kommission betreffen die regelmäßige Information der einschlägigen Scientific Community sowie die Organisation von Vorträgen, Workshops und Seminaren. Ebenso sollen gemeinsame Forschungsprojekte angeregt und entwickelt werden. Weiters ist die Herausgabe von working papers und alle drei bis fünf Jahre die Erstellung eines Österreichischen Migrations- und Integrationsberichts geplant. Heinz Fassmann betont, dass sich die Aktivitäten nicht nur an die ÖAW-Institute, sondern an alle universitären und außeruniversitären Einrichtungen in diesem Forschungsfeld richten. Mittelfristig planen die ExpertInnen der Kommission den Aufbau eines eigenen Forschungsschwerpunkts zur Migrationsforschung in Österreich, der die Präsenz der heimischen Forschung in Europa verstärken soll.

Österreichische Migrationsforschung europaweit vernetzen
Ein erster Schritt in diese Richtung bedeutet die Koordination der Österreichischen Teilnahme am EU Exzellenznetzwerk IMISCOE (Immigration, Integration and Social Cohesion in Europe"), das mehr als 300 MigrationsexpertInnen umfasst. "Mit der Übernahme von Leitungsfunktionen bei IMISCOE ist es erstmals gelungen, die Österreichische Forschung nachhaltig mit der europäischen Forschungslandschaft zu vernetzen", betont Rainer Bauböck, stellvertretender Obmann der neuen ÖAW-Kommission.

Die Initiative zur Gründung der Kommission für Migrations- und Integrationsforschung geht auf die Ergebnisse einer Evaluierung der Österreichischen sozialwissenschaftlichen Forschungsleistungen durch das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur im Jahr 2002 zurück. Im Zuge dieser Evaluierung wurde die Migrationsforschung in Österreich als ein Forschungsfeld mit hohem Potenzial und starker Anwendungsorientierung bewertet. Schwächen wurden jedoch im Bereich der Grundlagenforschung festgestellt und die Zersplitterung der Institutionen und Akteure kritisiert. Durch die Gründung einer Forschungskommission an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften sollte diese Zersplitterung überwunden und eine stärkere Anbindung an die internationale Forschung gewährleistet werden.

Mitglieder der Kommission sind: Univ. Prof. Dr. Heinz Fassmann, Obmann (ÖAW-Institut für Stadt- und Regionalforschung), Univ. Doz. Dr. Rainer Bauböck, Obmann-Stv. (ÖAW-Institut für Europäische Integrationsforschung), HR Dr. Richard Gisser (ÖAW-Institut für Demographie), Univ. Doz. Dr. Walter Pohl (ÖAW-Institut für Mittelalterforschung), Univ. Prof. Dr. Andre Gingrich (ÖAW-Kommission für Sozialanthropologie), Univ. Prof. Dr. Peter Urbanitsch (ÖAW-Kommission für die Geschichte der Habsburgermonarchie) sowie Univ. Prof. Dr. Waldemar Zacharasiewicz (Universität Wien, Institut für Anglistik). Die bekannten MigrationsforscherInnen Dr. Bernhard Perchinig vom ÖAW-Institut für Europäische Integrationsforschung sowie DDr. Josef Kohlbacher und Dr. Ursula Reeger vom ÖAW-Institut für Stadt- und Regionalforschung bringen ihre Arbeit in die Kommission ein. Administriert wird die Kommission von Dr. Wiebke Sievers.

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