Unterschied zwischen B-Meson und seinem Anti-Teilchen gefunden
Wissenschafter des ÖAW-Instituts für Hochenergiephysik finden wichtigen Baustein zum Verständnis der Vorgänge am Beginn unseres Universums
Die Belle-Kollaboration, ein internationales Team von Wissenschaftern am japanischen Teilchenlabor KEK bei Tokio, darunter Forscher des Instituts für Hochenergiephysik der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), hat soeben neue Ergebnisse zu den Zerfällen von schweren B-Mesonen vorgestellt.
In einem Datensatz von 274 Millionen B-Meson / Anti-B-Meson-Paaren hat Belle 1165 Zerfälle eines B-Mesons in ein K- und ein -Meson aufgezeichnet. Allerdings wurden nur 974 Zerfälle eines Anti-B-Mesons in denselben Endzustand gebracht. Dieser signifikante Unterschied in der Anzahl der Zerfälle zwischen B-Meson und seinen Anti-Teilchen ist ein klarer Hinweis auf die sogenannte direkte CP-Verletzung, wie sie vom Standard-Modell der Teilchenphysik vorhergesagt wird. Die CP-Verletzung bzw. Unterschiede zwischen Teilchen und Anti-Teilchen sind wichtig für das Verständnis der Vorgänge am Beginn unseres Universums.
Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Beobachtung lediglich eine statistische Schwankung darstellt, liegt bei unter einem Hundertstel Prozent. Diese Entdeckung wurde vom amerikanischen Schwester-Experiment BABAR in Kalifornien bestätigt.
Rückfragehinweis:
Mag. Dr. Gerhard Leder
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DI Dr. Christoph Schwanda
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