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Die Technik lernt laufen

Die Entwicklung von modernen Laufrobotern steht im Mittelpunkt  der nächsten Viktor Kaplan Lecture  in der ÖAW



Laufmaschinen werden seit 30 Jahren entwickelt und gebaut. Besondere Bedeutung misst man in der Robotik der engen Anbindung an die neurologische und neurobiologische Forschung zu und so fließen ihre Ergebnisse mehr und mehr in die Entwicklung moderner Laufmaschinen ein. Zum europäischen Zentrum hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten die TU München entwickelt, wo drei Laufmaschinen, ein Sechsbeiner, ein Achtbeiner für Rohre und "Johnnie", ein intelligenter, zweibeiniger Laufroboter gebaut wurden. "Will man Laufmaschinen bauen, so sollte man zunächst die biologischen Lösungen nach ihrem konstruktiven Ideeninhalt abfragen, da sich das Bein als das zentrale Instrument des Laufens über Jahrmillionen verschiedensten Laufanforderungen angepasst hat", erklärt Friedrich Pfeiffer, Professor i.R. für Angewandte Mechanik an der TU München. Im Rahmen der Viktor Kaplan Lectures der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) berichtet er über die Erfahrungen, die beim Bau der drei Laufmaschinen gesammelt wurden, besonders die dabei konsequent durchgeführte enge Anbindung an die neurologische und neurobiologische Forschung.

Führende Rolle Japans

Japan führt bei der Entwicklung zweibeiniger Laufroboter die Weltspitze an, nicht zuletzt dank sehr großer Investitionen seitens der Industrie und des Staates. Man glaubt an eine blühende Zukunft solcher Maschinen, im Service, im Haushalt, in der Industrie und in unzugänglichen Bereichen. Die Aktivitäten in Europa sind geringer, aber deswegen nicht weniger faszinierend. In einem mehrjährigen Schwerpunktprogramm der Deutschen Forschungsgemeinschaft unter der Leitung von Friedrich Pfeiffer kam man dem nächsten Ziel, dynamisches Laufen zu entwickeln, einen großen Schritt näher.

Friedrich Pfeiffer (Technische Universität München) spricht zum Thema "Laufende Roboter" am 21. April 2004 um 18.15 Uhr im Festsaal der Österreichische Akademie der Wissenschaften, 1010 Wien, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2.

Junior Academy
Am Tag nach dem Vortrag, am 22. April 2004, ist Friedrich Pfeiffer im Rahmen einer "Junior Academy" im Wiener Gymnasium GRg21 (Ödenburger Straße 74, 1210 Wien) zu Gast. Diese Diskussionsveranstaltungen werden vom Stadtschulrat für Wien im Zusammenhang mit der Vortragsreihe organisiert, um der Jugend die Möglichkeit zu Kontakten mit führenden internationalen Forschern zu geben.

Weitere Informationen zum Vortrag am 21. April 2004
Gesamtprogramm der Viktor Kaplan Lectures

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