Beschreibung
Projektbeschreibung / allgemein
Die Kanzlei des Patriarchats von Konstantinopel führte ein Register,
in dem Kopien der ausgefertigten bzw. Originale der eingegangenen Urkunden
aufbewahrt wurden. Von dem ursprünglichen „heiligen Register" (to
hieron kodikion) sind neben wenigen Fragmenten aus postbyzantinischer Zeit
zwei Bände aus dem 14. und Anfang des 15. Jahrhunderts erhalten, die
sich heute in der Österreichischen Nationalbibliothek befinden (Cod.
Vind. hist. 47 und 48). Die beiden Bände brachte Mitte des 16 Jahrhunderts
der kaiserliche Gesandte am Hofe Süleymans II., Augerius von Busbeck,
nach Wien. Ein Slavist und ein Klassischer Philologe, Franz Miklosich und
Joseph Müller, gaben die Urkunden in den zwei ersten Bänden der
"Acta et diplomata Graeca mediae aevi" 1860 bzw. 1862 in Wien heraus.
Da diese Edition mangelhaft und unvollständig ist und den Ansprüchen
einer modernen kritischen Ausgabe nicht genügt, initierte Herbert
Hunger bald nach 1970 eine Neubearbeitung. Unter seiner Leitung begann
ein Team von Byzantinisten und Rechtshistorikern, sich mit dem Patriarchatsregister
auseinanderzusetzten. Eine Neuedition im Rahmen des "Corpus Fontium Historiae
Byzantinae" (Series Vindobonensis), konzipiert in acht Bänden, wurde
in Angriff genommen. Nach mehrjährigen Vorarbeiten erschien 1981 der
erste Band des Registers des Patriarchats von Konstantinopel (PRK), 1995 der zweite
Band und 2001 der dritte Band. Band 4 und 5 (letzerer über das FWF-Projekt P19818-G02) sind zurzeit
in Bearbeitung.
Arbeitsablauf
Ab Band III wurden die MM-Texte, die als Grundlage für die Erstellung
des griechischen Textes dienen, eingescannt. Die digitalisierten Texte
werden an der Handschrift überprüft und korrigiert, bisher unberücksichtigte
Texte erstkollationiert. Auf die diplomatische Analyse der Urkunden geht
die Unterteilung in einzelne Nummern zurück. Diesem Schritt folgt
die Einrichtung des griechischen Textes nach den Richtlinien des PRK (Satzzeichen,
Absätze, Groß- und Kleinschreibung). Bereits in diesem Stadium
wird eine Randzeilenzählung eingeführt, die Verweise auf den
Text im Vorspann und den Anmerkungen bzw. dem Index erlaubt und sich bis
zur Drucklegung nicht mehr verändert. Unter dem griechischen Text
stehen ein Testimonienapparat und ein kritischer Apparat. Einleitend zum
griechischen Text wird auf die ältere Edition verwiesen (sofern die
betreffende Urkunde schon ediert ist) sowie auf die Nummer, unter der die
Urkunde im Referenzwerk zu den Patriarchatsurkunden aufscheint. Im „Kopftext"
der Urkunde folgt auf die fortlaufende Zählung ein Regest, in dem
der Inhalt der Urkunde zusammenfassend wiedergegeben wird.
Bei der Interpretation von gerechtlichen Entscheidungen
der Patriarchen von Konstantinopel und der Synode wird die sachkundige
Hilfe von Juristen der Universität Wien und des Auslandes herangezogen.
Die Erstellung sowohl des griechischen Textes als auch der deutschen Übersetzung
erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem an der Kommission für Byzantinistik
beheimateten Forschungsprojekt, dem Lexikon zur byzantinischen Gräzität.
Die im PRK auftauchenden „neuen" Wörter fließen umgehend in
die Datenbank des LBG ein, welche andererseits wichtige Hinweise für
die richtige Übersetzung seltener Wörter liefert.
Gleichzeitig mit dem Abschluß von Bd. 4 wurde über ein das erste Viertel
des 2. Registerbandes (ÖNB, Cod. Hist. gr. 48, ff. 1-57), die Zeitspanne von 1379-1390 abdeckend
(Patriachen Neilos, Antonios IV, Makarios [2. Periode]), in Angriff genommen. An Band 5 arbeiteten
über besagte Drittmittel Dr. Ekaterina Mitsiou und Dr. Johannes Preiser-Kapeller mit Dr. Christian
Gastgeber zusammen. Das Projekt lief von 1. März 2007 bis 31. März 2010.
Band V ist in der Endphase des Projektes und im Sommer 2011 für den Druck vorbereitet.
Mit 1. April 2010 wurde die Fortsetzung des Projektes (Band VI) vom Forschungsfonds bewilligt
().
Dieser Band umfasst die zweite Amtsperiode des Patriarchen Antonios IV. (Kompromißlösung nach
der erzwungenen Abdankung durch die Rehabilitierung des Patriarchen Makarios).
Zum Inhalt des PRK
Der Inhalt der im PRK überlieferten Urkunden beschränkt sich
nicht auf Themen der Kirchenadministration. Zwar bilden Synodalakte, welche
die Versetzung bzw. Einsetzung von Metropoliten sowie das disziplinarische
Einschreiten gegen Kleriker betreffen, eine große Gruppe von Urkunden,
doch erstreckte sich die Tätigkeit des Patriarchen in Zusammenarbeit
mit der Synode auf einen vielfältigen Themenkreis, wobei sich die
Schwerpunkte aufgrund sich ändernder politischer Verhältnisse,
aber auch unterschiedlicher Persönlichkeiten auf dem Patriarchenthron
verschieben.
Die dreißiger und vierziger Jahre des 14. Jahrhunderts sind von
den heftigen innerkirchlichen Auseinandersetzungen rund um den Hesychasmus
geprägt. Die Lage des Reiches geriet während des Bürgerkrieges
1341—1347 völlig außer Kontrolle. Diese Ereignisse spiegeln
sich in Band II vor allem den beiden Tomoi von 1341 bzw. 1347 wider, mit
denen die gegen Gregorios Palamas, den Wortführer der Hesychasten,
gerichteten Lehres des Barlaam und des Akindynos verurteilt wurden.
Die Nachwehen des Bürgerkriegs, aber auch der Hesychastenstreites
prägen noch die folgenden Jahre 1350-1363 (Band III) und sind die
unmittelbare Ursache für die Wechsel an der Spitze der Kirche. Kallistos
I. wird von Ioannes Kantakuzenos zum Rücktritt genötigt, als
sich ersterer weigert, Kantakuzenos' Sohn zum Mitkaiser zu krönen;
an seiner Stelle gelangt Philotheos Kokkinos auf den Thron. Als Kantakuzenos
schließlich dem Druck seines Schwiegersohnes Ioannes V. Palaiologos
weichen muß, tritt mit ihm auch Philotheos ab. Nach Kallistos' Tod
übernimmt Philotheos ein zweites Mal das Patriarchenamt (1364-1376).
Die Wirren innerhalb der Kirchenführung gaben Gelegenheit zu Manipulationen
am „heiligen Register": Einige der darin registrierten Urteile wurden herausgeschnitten
und vernichtet.
In den Urkunden von Band III sind die Schwerpunkte, die ein Patriarch
zu setzen vermag, deutlich. Kallistos bemühte sich vor allem um die
Behebung moralischer Mißstände in der Bevölkerung von Konstantinopel;
als verlängerter Arm des Patriarchen sollte der Klerus wirken, daher
machte der Patriarch bei der Disziplinierung des Klerus den Anfang. In
den erhaltenen Urkunden schreitet Kallistos wiederholt gegen das Unwesen
der Zauberei ein. Kallistos versuchte, die Schließung unkanonischer
Ehen zu unterbinden, vor allem Verbindungen, die gegen Inzestverbote (5.
Grad der Verwandtschaft) verstießen. Dazu war es in erster Linie
notwendig, die Priester dazu anzuhalten, auf die Einhaltung der kanonischen
Bestimmungen zu achten. Um diese Kontrolle effiktiver ausüben zu können,
wählte Kallistos vertrauenswürdige und integre Priester aus,
die er als Exarchen, patriarchale Aufsichtsorgane, in den Stadtvierteln
Konstantinopels einsetzte. Die Exarchen sollten darauf achten, daß
die Heiratsverbote eingehalten wurden und die Priester einen priesterlichen
Lebenswandel an den Tag legten; vor allem Wirtshäuser sollten gemieden
werden. Nach der Einsetzung der Exarchen versammelten diese die ihnen unterstellten
Priester und ließen sie eine Erklärung unterzeichnen, mit der
sie die Beschlüsse des Patriarchen anerkannten. Auch diese Unterschriftenlisten
sind im Vind. hist. 47 enthalten. Die über 200 Unterfertigungen geben
ein anschauliches Bild von den Schreibkenntnissen des konstantinopolitanischen
Klerusim Jahre 1357.
Außenpolitisch wird der Patriarch um die Mitte des 14. Jahrhunderts
in Rußland aktiv. Die Rivalität um die Vorherrschaft in den
russischen Gebieten zwischen Litauen und Moskau erstreckt sich auch auf
die Kontrolle der Kirche. Die Einsetzung und Wiederabsetzung eines Metropoliten
von Galitza ist nur vor diesem Hintergrund zu verstehen. Mit der Entscheidung,
den Kandidaten des Moskauer Großfürsten als „Metropoliten von
Kiev und ganz Rußland" zu unterstützen, griff der Patriarch
folgenschwer in die Machtkämpfe ein.
Der nunmehr über das FWF-Projekt P19818-G02 begonnene 5. Bd. des Patriarchatsregister behandelt
neben gängigen kirchenpolitischen Agenden wie der Besetzung von Metropolitansitzen, kirchenstrafrechtlichen
Belangen (etwa der Zurechtweisung von Klerikern bzw. deren Absetzung ) oder der Einforderung von Glaubensbekenntnissen
nach Konversionen bzw. häretischen Tendenzen auch die Bestimmungen des Patriarchen und der Synode
in kirchlichen Angelegenheiten außerhalb der „Staatsgrenzen“ des byzantinischen Reiches.
So ergab sich etwa bei der Nachbesetzung des Metropoliten von Kiev und ganz Russland wieder
einmal ein heikles Problem nach dem Tod des Metropoliten Aleksej (1378), denn dieser Metropolitansitz
wurde sowohl von dem Metropoliten von Litauen und Kleinrussland, Kiprian sowie von dem
Wunschkandidaten des Großfürsten Dmitrij von Moskau, Pimen (nachdem der erste Kandidat Theodor auf
der Reise nach Konstantinopel verstorben war), beansprucht . In Novgorod drohte infolge von Simonievorwürfen 1381
eine Kirchenspaltung, die durch ein klärendes Schreiben des Patriarchen Neilos im Herbst selben Jahres
verhindert werden sollte – mit unverhohlener Kritik an der römischen Kirche, wo die Simonie wahrlich zuhause sei.
Am 29. Mai 1387 wird Kiprian nach Erledigung eines kaiserlichen Auftrages vor die Synode zur Entscheidung der Vorwürfe
gegen ihn geladen . Im Februar 1389 findet unter dem neuen Patriarchen Antonios IV. dieses Synodalverfahren statt,
in dem die gesamte Vorgeschichte von der Zeit des Metropoliten Aleksej bis zur gegenwärtigen Situation,
unter anderem auch die Auf-deckung gefälschter Schreiben der russischen Delegation zum Vorteil Pimens und der
Hinweis auf die Flucht Pimens zu den Türken (und dann weiter nach Russland), ausgeführt wird; Pimen wird definitiv abgesetzt,
Kiprian zum Metropoliten von Kiev und ganz Russland bestimmt.
Auf Wunsch des Zaren von Bulgarien (in Vidin), Ivan Sracimir, wird 1381 von der Synode der verwaiste Metropolitansitz
von Vidin, den Sracimir aufgrund seines Bedürfnisses, sich von der bulgarischen Zentrale unabhängig zu machen,
aus dem Sprengel des bulgarischen Partriarchats von Turnovo gelöst und Konstantinopel unterstellt hatte, mit dem Priestermönch Kasianos besetzt.
In den Beziehungen zu Rom vermittelt ein Schreiben des Patriarchen Neilos von September 1384 interessante Details:
Da der apostolische Gesandte ohne ein Schreiben des Papstes nach Konstantinopel kam und dessen Unionswunsch nur
mündlich vortrug, lehnt der Patriarch eine konkrete Antwort auf den mündlichen Vortrag mangels einer schriftlichen Bestätigung ab;
zugleich betont er jedoch, dass eine Kirchenunion begrüßt werde und dass man seitens Konstantinopels
die Proteia Roms sehr wohl anerkenne. In dem Schreiben wird auch auf den Vorwurf eingegangen, dass Briefe
an den Patriarchen zunächst zu den Türken gelangen – deshalb auch der Bote des Papstes. Zu einer Zeit, als Konstantinopel
bereits vollständig von Osmanen eingekreist war, konnte der Patriarch dennoch selbstbewusst von einer vollkommenen Freiheit sprechen.
Kultur- und gesellschaftspolitisch bemerkenswert sind etwa die Glaubensbekenntnisse eindeutig italienischstämmiger
Konvertiten (aus dem Katholizismus), die ihre Confessio fidei nicht persönlich unterschrieben, sondern als Analphabeten
signierten (z.B. MM II 359: Orgenta, die Gattin des Stefano da Monte, der mit lateinischen und griechischen Lettern subskribiert).
Direkten Bezug zu den politischen Ereignissen der Zeit nimmt ein synodikon Gramma von Mai 1381, das in der
Auseinandersetzung zwischen Kaiser Ioannes V. und seinem Sohn Andro-nikos IV. deren eidlich bestätigten Friedensvertrag auf
Wunsch der Vertragsparteien seitens der Synode bekräftigt.
Die lokale Situation in der Nähe der Hauptstadt beleuchtet der Vorfall des Metropoliten Dorotheos von Peritheorion
recht symptomatisch: Durch kaiserliche Anordnung im Turm von Po-roi „abgesondert“, entfloh er von dort und suchte bei den
Türken, die seit ihrer Einnahme von Kallipolis 1354 immer mehr das thrakische und makedonische Umland unter ihre Herrschaft
brachten, Hilfe. Mit deren Unterstützung konnte er die Herrschaft über die Kir-che von Peritheorion wieder erlangen.
Der Tribut an die Türken war die Auslieferung von Kriegsgefangenen, die nach Peritheorion geflohen waren. Einer synodalen
Entscheidung wollte sich der Metropolit nicht stellen, die Einwohner von Peritheorion lehnten ihn als Oberhirten wegen seiner
Turkophilie ab. Die Synode setzte ihn in Abwesenheit ab und exkommunizierte ihn .
Mitarbeiter / Co-workers
-
Doz. Mag. Dr.
-
Mag. Dr. (FWF-Projekt, Bd. 5, 6)
-
Mag. Dr. (FWF-Projekt, Bd. 5, 6)
Bibliographie / Bibliography
-
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Anzeiger der philosophisch-historischen Klasse der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 138 (Wien 2003) 5-81
Themenband Patriarchatsregister von Konstantinopel,
Winter 2007/008 (verantwortlicher Redakteur: Johannes Preiser-Kapeller)
- Das Patriarchatsregister von Konstantinopel (Christian GASTGEBER, Wien)
- Die hauptstädtische Synode von Konstantinopel (Synodos endemusa) (Johannes PREISER-KAPELLER, Wien)
- Aspekte der Wirtschafts- und Sozialgeschichte des späten Byzanz in den Akten des Patriarchatsregisters (Ekaterini MITSIOU, Wien)
- Ehe und Verlobung im Patriarchatsregister (Christof KRAUS, Jena)
- Magie und Zauberei im späten Byzanz im Lichte des Patriarchatsregister von Konstantinopel (Carolina CUPANE, Wien)
- Das ökumenische Patriarchat von Konstantinopel und die griechisch-orthodoxen (melkitischen) Patriarchate
unter muslimischer Herrschaft (Klaus-Peter TODT, Mainz)
- Das Patriarchat von Konstantinopel und die Kirchen Bulgariens und Serbiens vom 13. bis zum 15. Jh.
(Mihailo POPOVIC und Johannes PREISER-KAPELLER)
- Das Patriarchat von Konstantinopel und die russischen Kirchen vom 13. bis zum 15. Jh. (Johannes PREISER-KAPELLER, Wien)
Mihailo Popovic - Johannes Preiser-Kapeller, Das Patriarchat von Konstantinopel und die Kirchen Bulgariens
und Serbiens vom 13. bis zum 15. Jh. Historicum. Zeitschrift für Geschichte. Linz 2008, p. 62-70.
()
Johannes Preiser-Kapeller, Der Episkopat im späten Byzanz. Ein Verzeichnis der Metropoliten und Bischöfe des Patriarchats von
Konstantinopel in der Zeit von 1204 bis 1453. Saarbrücken 2008, 700 p.
()
Johannes Preiser-Kapeller, Die hauptstädtische Synode von Konstantinopel (Synodos endemusa). Zur Geschichte und Funktion
einer zentralen Institution der (spät)byzantinischen Kirche. Historicum. Zeitschrift für Geschichte. Linz 2008, p. 20-31.
()
Johannes Preiser-Kapeller, Das Patriarchat von Konstantinopel und die russischen Kirchen vom 13. bis zum 15. Jh. Ein Überblick zur
Kirchenpolitik auf der Grundlage des Patriarchatsregisters. Historicum. Zeitschrift für Geschichte. Linz 2008, p. 71-77.
()
Ekaterini Mitsiou, Aspects of the economic and social history of Late Byzantium in the documents of the Register of the Patriarchate of
Constantinople (in German). Historicum 96 (2008) 32-42 ()
Ekaterini Mitsiou, Surveys on Historical Geography on the basis of the Register of the Patriarchate of Constantinople.
Information on the Constantinopolitan monasteries (in German), in: M. POPOVI? - J. PREISER-KAPELLER (eds.), Junge Römer - Neue Griechen.
Eine byzantinische Melange aus Wien. Vienna 2008, 141-165 ()
Ekaterini Mitsiou, The double monastery of Patriarch Athanasios in Constantinople. Historical, prosopographical and economic studies (in German).
Jahrbuch der Österreichischen Byzantinistik 58 (2008) 87-106. ()
Christian Gastgeber, Das Patriarchatsregister von Konstantinopel in der Österreichischen Nationalbibliothek. Historicum (Winter 2007/2008) 9-19
(
Johannes Preiser-Kapeller, Das Patriarchat von Konstantinopel und das politische und religiöse Umfeld des 14. Jh.s im Spiegel
ausgewählter Urkunden des Patriarchatsregisters von Konstantinopel. Ostkirchliche Studien 58 (2009) p. 226-236
()
Ekaterini Mitsiou, Aspects of the church daily life on the base of the Register of the Patriarchate of Constantinople between
ideal and deviance - clergymen, laymen, converts, heretics and magicians (in German). Ostkirchliche Studien 58 (2009) 208-225
()
Ekaterini Mitsiou - Johannes Preiser-Kapeller, Übertritte zur byzantinisch-orthodoxen Kirche in den Urkunden
des Patriarchatsregisters von Konstantinopel (mit 10 Tafeln), in: Sylloge Diplomatico-Palaeographica I,
ed. Ch. Gastgeber - O. Kresten. Vienna 2010, p. 233-288. ()
Johannes Preiser-Kapeller, "Denn der Krieg umschließt uns von allen Seiten". Vorboten und Nachwehen der Schlacht von Nikopolis 1396 im Sprengel
des Patriarchats von Konstantinopel, in: Ekaterini Mitsiou - Mihailo Popovi? - Johannes Preiser-Kapeller - Alexandru Simon (eds.),
Emperor Sigismund and the Orthodox World (Veröffentlichungen zur Byzanzforschung 24). Vienna 2010, p. 107-125.
(; pre-print: )
Johannes Preiser-Kapeller, "Konfessionswechsel" als Drohung. Beobachtungen zum Aufstieg des Kyprianos zum Metropoliten von Kiev und Litauen (1375)
im Kontext der Politik des Patriarchats von Konstantinopel an Kontaktzonen zur Westkirche im 13. und 14. Jahrhundert, in:
Ch. Gastgeber - I.-A. Pop - O. J. Schmitt - A. Simon (ed.), 1387-1490. A Century in the History of East-Central Europe.
Cluj-Napoca 2010, p. 253-277. ()
Johannes Preiser-Kapeller - Ekaterini Mitsiou, Hierarchies and fractals: ecclesiastical revenues as indicator for the distribution of
relative demographic and economic potential within the cities and regions of the Late Byzantine Empire in the early 14th century.
20 (2010) p. 245-308
Ekaterini Mitsiou - Johannes Preiser-Kapeller, Conversions to the Byzantine-Orthodox Church in the Documents of the Register of the
Patriarchate of Constantinople (in German), in: Sylloge Diplomatico-Palaeographica I, ed. Ch. Gastgeber - O. Kresten. Vienna 2010, 233-288.
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Oradea, Romania, December 6th-9th 2007.
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Ekaterini Mitsiou, Johannes Hunyadi and Matthias Corvinus in the Byzantine Sources (in German), in: International Conference "Matthias Corvinus". Cluj-Napoca,
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Ekaterini Mitsiou, The Foundation of double monasteries in Byzantium, in: International Colloquium "Female Founders in Byzantium and beyond. Gründerinnen und Stifterinnen", Vienna 23-25 September 2008.
Johannes Preiser-Kapeller, Our in the Holy Spirit beloved Brothers and Co-Priests. The Presentation of the Synod of Constantinople and the Episcopacy
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Johannes Preiser-Kapeller, "The Patriarchate of Constantinople and the political and religious environment of the 14th cent." [in German]. Annual Meeting of the Society for the Study of the Christian East
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Johannes Preiser-Kapeller, "The Crusade as Hope, the Union as Instrument. Negotiations on a Union of Churches between Byzantium, Cilician Armenia and Western Europe in the 1320s and 1330s". International Conference "The Council of Ferrara/Florence 1439",
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Ekaterini Mitsiou, The administration of the property of the Great Church of Constantinople on the basis of the villages tu Oikonomiu and Brachophagos (MM364), in: "The Register of the Patriarchate of Constantinople. A central source to the History and Church in Late Byzantium"
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Ekaterini Mitsiou, The Late Byzantine female monasticism from the point of view of the Register of the Patriarchate of Constantinople,
in: "The Register of the Patriarchate of Constantinople. A central source to the History and Church in Late Byzantium" International Symposium in
Memory of Marie-Theres Fögen and Angeliki Laiou. Vienna 7-9 May 2009.
Ekaterini Mitsiou, Becoming Orthodox, in: International Medieval Congress, University of Leeds, 13-16 July 2009
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Ekaterini Mitsiou, The region of Preveza from the point of view of the Patriarchate of Constantinople, 13th-15th centuries (in Greek), in: Second International Symposium for the history and culture of Preveza, 16-20 September 2009
Ekaterini Mitsiou, The Women and the Unions of Lyons and Ferrara/Florence: Patterns of Behaviour, Networks of Action, in: The Union of Florence (1439-2009), Cluj-Napoca/ Klausenburg/ Kolozsvár, 22-24 October 2009.
Ekaterini Mitsiou, The Byzantine Empire in exile (1204-1261) (in German), in: Department for Byzantine Studies, University of Münster, 9.12.2009 (invited lecture).
Johannes Preiser-Kapeller, "Complex (social) networks and historical evidence: the case of Byzantium". International Workshop "Processes on Networks:
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Johannes Preiser-Kapeller "He ton pleionon psephos. The majority decision in the Synod of Constantinople in the late Byzantine era - standards,
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Johannes Preiser-Kapeller, "New quantitative and qualitative approaches for the analysis of the Register of the Patriarchate of Constantinople".
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Johannes Preiser-Kapeller, "Calculating Byzantium? Social Network Analysis and Complexity Sciences as tools for the exploration of medieval social dynamics".
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Johannes Preiser-Kapeller, "Networks from Byzantium in time and space: Possibilities and problems of dynamic network modelling on the basis of medieval source evidence". International Workshop "Historische Netzwerkforschung",
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Johannes Preiser-Kapeller, "Complex historical dynamics of crisis: the case of Byzantium". International Congress "Crisis and Transformation", Austrian Academy of Sciences, Vienna, November 22nd-23rd 2010
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Ekaterini Mitsiou, Information channels leading to the Patriarchate of Constantinople in the 14th century, in:
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Ekaterini Mitsiou, The Travel of Information: Networking and Decision-Making in the Patriarchate of Constantinople, in:
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Ekaterini Mitsiou, Networks of Nicaea: 13th century socio-economic ties, structures and prosopography, in: Colloquium
"Liquid and Multiple: Individuals and Identities in the Thirteenth-Century Aegean", Kings College, London 14-15 June 2010 (invited lecture)
Ekaterini Mitsiou, Interaction between emperor and Patriarch on the base of the Register of the Patriarchate of Constantinople (in German), in: International Conference
"Zwei Sonnen am Goldenen Horn? Kaiserliche und patriarchale Macht im byzantinischen Mittelalter", 3-5 November 2010, Münster (invited lecture)
Johannes Preiser-Kapeller, "Quantum-Byzantium? Byzantine Studies at the borders between social history, physics, and chaos theory [in German]". Lecture at the Institute for Byzantine and Modern Greek Studies, University of Vienna, January 25th 2011
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Johannes Preiser-Kapeller, "From databases to networks - connecting and analyzing historical data from the Byzantine period".
International Workshop "How to establish a register of medieval doctors?", Institute for Byzantine Studies, Austrian Academy of Scienes, in cooperation with King´s College (London), Vienna, February 18th 2011 (
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Johannes Preiser-Kapeller, "Networks of border zones - multiplex relations of power, religion and economy in South-eastern Europe, 1250-1453 CE". 39th Annual Conference of Computer Applications and Quantitative Methods in Archaeology, "Revive the Past" (CAA) in Beijing, China, April 14th 2011
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Johannes Preiser-Kapeller, "Facebook in the Middle Ages? The Analysis of Social Networks and Methods of Complexity Theories in Byzantine Studies [in German]".
Lecture at the Centre for Medieval Studies, Austrian Academy of Sciences, Vienna, May 31st 2011
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Johannes Preiser-Kapeller, "Social Networks of Byzantium". Workshop "Connecting the dots. The analysis of networks and the study of the past
(Archaeology and History)" at the Institute for Byzantine Studies, Austrian Academy of Sciences, Vienna, June 10th 2011.
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Johannes Preiser-Kapeller, Management of Shortage. The Byzantine Church in the face of crisis and collapse, 1204-1453".
International Medieval Congress 2011, University of Leeds, GB, July 11th-14th 2011
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Johannes Preiser-Kapeller, "Between Union, Conversion and Confrontation. Poland, Lithuania, and the Byzantine Church in the 14th and 15th century" [in German].
Lecture at the Wissenschaftliches Zentrum of the Polish Academy of Sciences, Vienna, July 27th 2011
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Johannes Preiser-Kapeller, "Calculating the Synod? New quantitative and qualitative approaches for the analysis of the Patriarchate
and the Synod of Constantinople in the 14th century". 22nd International Congress of Byzantine Studies,
Round Table "Le Patriarcat oecuménique de Constantinople et Byzance "hors frontières", Sofia (Bulgaria), August 23rd 2011
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Ekaterini Mitsiou, The Empire of Nicaea (1204-1261): a transcultural society?, in: International Conference "Union in Separation -
Trading Diasporas in the Eastern Mediterranean (1200-1700)", Heidelberg 17-19 February 2011 (invited lecture)
Ekaterini Mitsiou, Monasticism at times of crisis. The example of the Empire of Nicaea (1204-1261)(in German).
Lecture organised by the "Austrian Society for Byzantine Studies" (Österreichische Byzantinische Gesellschaft) Vienna May 2011
Ekaterini Mitsiou, Social Networks of Byzantium (part 2), in: Workshop "Connecting the dots.
The analysis of networks and the study of the past (Archaeology and History)" at the Institute for Byzantine Studies, Austrian Academy of Sciences, Vienna, June 10th 2011.
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Ekaterini Mitsiou, Rich and poor nunneries in times of crisis, in: International Medieval Congress, University of Leeds, 11-14 July 2011
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Ekaterini Mitsiou, Information channels leading to the Patriarchate of Constantinople in the 14th century, in the round table
"Le Patriarcat oecuménique de Constantinople et Byzance "hors frontières"", 22nd International Byzantine Congress, Sofia 2011 (forthcoming)
Ekaterini Mitsiou, Eirene-Eulogia Choumnaina Palaiologina: the basilissa abbess (in Greek), in: the University of Cyprus, 19 October 2011 (forthcoming)
Christian Gastgeber, Le registre du patriarcat de Constantinople: Aspects sociaux. Visiting lecturer at the École des Hautes Études en Sciences Sociales
(Paris; Prof. Paolo Odorico, Dr. Filippo Ronconi), January 2011 (4 conférences)
Kooperationen / Cooperations and Partners
Centre National de la Recherche Scientifique, Section Études Byzantines, Paris (Archives de l'Athos) ()
École des Hautes Études en Sciences Sociales (Centre d'Études Byzantines, Néo-Helléniques et Sud-Est Européenes) ()
National Hellenic Research Foundation, Institute for Byzantine Research, Athens ()
Aristoteles University Thessalonike, School of Philology ()
Max Planck Institut für Europäische Rechtsgeschichte, Forschungsstelle "Edition und Bearbeitung byzantinischer Rechtsquellen" der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen ()
Romanian Academy of Sciences, Center for Transylvanian Studies, Cluj-Napoca ()
International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA), Laxenburg, Austria (Prof. John L. Casti) ()
Heidelberg Academy of Sciences and Humanities, Germany (Dr. Stefan BURKHARDT) ()
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