GRABRECHT UND GRABSCHUTZ IM GRIECHISCH-RÖMISCHEN KLEINASIEN


Projektteam

Projektleitung: PD Mag. Dr. Thomas Kruse

Wissenschaftliche Beratung: Univ.-Prof. Dr. Kaja Harter-Uibopuu

MMag. Helmut Lotz
Mag. Karin Wiedergut

Die ewige Ruhe zu finden, war auch für Grabinhaber des hellenistischen und kaiserzeitlichen Kleinasien ein zentrales Thema. In ihren Grabinschriften waren sie bemüht, das eigene Grabmal für sie selbst und die ihnen nahestehenden Personen zugänglich zu machen und es gleichzeitig vor dem Zugriff Unberechtigter zu schützen — und das möglichst für die Ewigkeit. Mehrere tausend Grabtexte zeigen diese Tradition und werden nunmehr bereits im zweiten FWF-Projekt in ihren rechtshistorischen Grundlagen und Auswirkungen sowie ihrem archäologischen Kontext untersucht. Die zentralen Fragestellungen gliedern sich dabei in zwei wesentliche Bereiche: einerseits werden der Graberwerb, die (rechtliche und behördliche) Graberrichtung sowie die unterschiedlichen Formen der Bestattungsberechtigung erfasst, andererseits Verbote und Strafen sowie die Strafverfolgung im Vergehensfall untersucht.