Langzeitarchivierung digitaler Forschungsdaten


Die digitale Dokumentation der in der Archäologie und in der Altertumskunde ausgewerteten Quellen spielt eine immer größere Rolle. Bei einzelnen Forschungsprojekten wird mittlerweile (nahezu) ausschließlich digital dokumentiert. Am Institut für Kulturgeschichte der Antike kommen dafür eine Reihe von Geräten und Technologien zur Anwendung, die nicht zuletzt durch die erfolgreich eingeworbenen NFRI-Projekte angeschafft werden konnten. Die neuen Dokumentationstechniken schaffen ihrerseits neue Herausforderungen im Hinblick auf Daten-Back-up und insbesondere hinsichtlich der Langzeitarchivierung der in den Projekten generierten Forschungsdaten.

Das Institut für Kulturgeschichte der Antike arbeitet eng mit dem Austrian Center for Digital Humanities (ACDH) an der ÖAW zusammen, um Archivierungsstrategien für archäologisch-altertumskundliche Projekte zu erarbeiten. Während die kurz- und mittelfristige Datenspeicherung über Back-up-Möglichkeiten des ARZ gewährleistet erscheint, fehlt es vielfach bei der Langzeitarchivierung noch an entsprechenden Erfahrungswerten. Mit den Forschungsdaten, die im Rahmen des Troesmis-Projekts entstanden, wurde ein Pilotprojekt gestartet, das sich mit zentralen Problemen der Archivierung digitaler Daten auseinandersetzen soll:

  • Eine Herausforderung ist die Diversität archäologisch-altertumskundlicher Daten (Daten zur Vermessung und Bauaufnahme, Fernerkundung, Geophysik, Archäometrie, Oberflächensurvey/Fundverwaltung, Fotodokumentation, 3D-Daten...)
  • Strategien der Datenselektion und Datenkonvertierung (Welche Richtlinien?)
  • Festlegung der Granularität der Datensammlung und Zugänglichkeit der archivierten Daten
  • Überführung der Daten in ein (im Aufbau begriffenes) Repositorium des ACDH    
Digitale 3D-Modelle von römischen Fibeln (© Jansa / ÖAW-IKAnt)